Auch Quintessenz in der Remise verschoben

Jetzt sagt auch Martina Dempf ihre Austellung mit Sam Tho Duong und Susanne Elstner ab.

„Nach den neuen Entwicklungen auch in Berlin bleibt uns leider nichts anderes übrig, als unsere geplante Ausstellung wegen des Corona Virus auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Natürlich geht die gesundheitliche Sicherheit vor. Wir haben vor, die Ausstellung zu einem späteren Zeitpunkt zu machen, wenn man wieder abschätzen kann, wie sich alles entwickelt.“ So Martina Dempf am 15. März.

Das Atelier in der Remise am Fraenkelufer in Berlin-Kreuzberg ist ein ehemaliger Pferdestall aus dem Jahre 1860. 1985 hat die Schmuckkünstlerin und Ethnologin Martina Dempf ihre Werkstatt in dem schönen Backsteinbau eingerichtet, seit 2005 zusätzlich eine Galerie. In erster Linie ein Showroom für die eigenen Werke, bilden thematische Ausstellungen die jährlichen Highlights mit Autorenschmuck, aber auch Photographie und Malerei. Begleitet werden sie von Lesungen, Konzerten und Filmvorführungen. Zur Ausstellung mit Sam Tho Duong und Susanne Elstner erklärt Martina Dempf: „Beiden gelingt es, in ihren Arbeiten die Quintessenz ihrer Ideen und Materialen zu verdichten und zu einmaligem künstlerischem Ausdruck zu bringen.“

Susanne Elstner

Für ihren Schmuck brennt Susanne Elstner eigenhändig die Holzkohle, um besondere Strukturen zu erzielen. Brosche und Anhänger von 2018.

Susanne Elstner

Bei dieser Kastenbrosche hat Susanne Elstner Holzkohle mit Bernstein kombiniert.

Die elementaren Ausgangsmaterialien von Susanne Elstner sind neben Gold und Silber Holzkohle und Bernstein. Die Künstlerin stellt die Holzkohle selbst her und steuert die Verkohlung so, dass der typische Charakter der Holzsorte erhalten bleibt. So ergeben beispielweise die Jahresringe der Lärche deutlich erkennbare, interessante Strukturen. Durch ein spezielles Verfahren wird die Holzkohle stabilisiert, damit sie bearbeitet werden kann und nicht mehr abfärbt. In der Kombination mit Bernstein führt Susanne Elstner zwei Materialien zusammen, die ursprünglich eins waren und durch Zeit und Umstände in verschiedene Konsistenzen verwandelt wurden.

Sam Tho Duong

Mit seiner Schmuckserie lemitcA bezieht sich Sam Tho Duong auf historische Halskrausen. Das Grundmaterial sind gesammelte Joghurtdrink-Fläschchen.

Sam Tho Duong

LOOKringe. Mit seinem Schmuck aus Süßwasser-Reiskornperlen wurde Sam Tho Duong international bekannt. Sie sind mit Nylonfäden verbunden.

Sam Tho Duong ist vor allem für seine Ketten „Frozen“ bekannt. Sie erinnern an Eiskristalle, die sich bei Frost auf der Rinde und Haut von Ästen und Früchten bilden. Mit der Kollektion „lemitcA“, für die er den Kunststoff von Joghurtdrink-Fläschchen nutzt, stellt er Bezüge zur spätmittelalterlichen Halskrause her. Zu seinen neuesten Broschen „Virgin“ erklärt er: „Der Höhepunkt vieler Pflanzen ist die Blütezeit, in der häufig unscheinbare Gewächse plötzlich unfassbaren Farb- und Formenreichtum entfalten. Bei „Virgin“ habe ich mich bewusst auf die Farbe Weiß reduziert, um der Form die volle Aufmerksamkeit zu überlassen.“

Den neuen Ausstellungstermin geben wir rechtzeitig bekannt.

  • Atelier Martina Dempf in der Remise
    Fraenkelufer 46A im Hof
    10999 Berlin-Kreuzberg
    Deutschland
  • Link

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