Talente-Preise 2019

Auf der Internationalen Handwerksmesse München wurden im März 2019 acht GestalterInnen ausgezeichnet.

Wer es in die Sonderschau „Talente“ der „Handwerk & Design“ schafft, hat zumeist eine akademische Ausbildung abgeschlossen. Insgesamt waren 2019 in München Arbeiten von rund 100 GestalterInnen aus elf Gewerken und 30 Ländern zu sehen. Nachfolgend die PreisträgerInnen in alphabetischer Reihenfolge.

Manami Aoki, Japan, Schmuck

Manami Aoki, Japan, Schmuck

Die Broschen überzeugen durch ihre Sensibilität und Poesie, durch den Respekt für das Material und den Umgang mit Proportionen. Manami Aokihat den Vorgang des Kämmens in das Material von Zypressenholz übersetzt. Von der Jury wurden auch die haptischen Qualitäten und die illusionistischen Ansätze gelobt.

Talente, Morgane Beyrend, Frankreich, Mixed Media

Morgane Beyrend, Frankreich, Mixed Media

Morgane Beyrend setzte sich in ihrer Arbeit mit der Alzheimer-Erkrankung und dem Alter auseinander. In den Objekten lösen sich zunehmend die Formen auf. Das Motiv der russischen Steckpuppe versinnbildlicht die Einschränkung auf das Ich. Der Verlust der Kontrolle wird im Verlust der klaren Form sichtbar.

Talente, Benno Brucksch, Deutschland, Materialien und Techniken

Benno Brucksch, Deutschland, Materialien und Techniken

Im Projekt „Erde –Wachs –Stift“ von Benno Brucksch überzeugte der Bezug zur Natur. Deren  Studium war in der Vergangenheit für Bildende Künstler elementar. Die Arbeit wird getragen vom Respekt für die Erde und die Einfügung dieses Materials in einen neuen poetischen, die lokalen Gegebenheiten berücksichtigenden Kontext, heißt es.

Talente, Marion Delarue, Frankreich, Schmuck

Marion Delarue, Frankreich, Schmuck

Die Broschen aus Federn von Marion Delarue betonen die Schultern und lösen damit militärische Assoziationen aus. Zugleich verweist die Pracht der Federn, die auf feine, respektvolle Weise behandelt wurden, auf das Balzverhalten der Vögel und damit auch auf Schmuck als Mittel von Kommunikation und Selbstdarstellung.

Talente, Lukas Kinder, Deutschland, Materialien und Techniken

Lukas Kinder, Deutschland, Materialien und Techniken

Der Werkzeugbaukasten für Lichtmalerei von Lukas Kinder überzeugt durch seine Benutzerfreundlichkeit und hohe technische Qualität. Verschiedene Aufsätze erlauben eine Fülle von Effekten. Als Anregung für eine Weiterentwicklung verwies die Jury darauf, Emotionalität und Spontanität zu berücksichtigen.

Talente, Elwy Schutten, Niederlande, Stein

Elwy Schutten, Niederlande, Stein

Elwy Schutten hat die Materialqualitäten von Steinen erkundet und sich mit dem Verhältnis zwischen Gruppenzugehörigkeit und Individualität auseinandergesetzt. Ihre Werke basieren auf Modulen und  klaren Formen. Sie sind geprägt durch Zartheit, Fragilität, die subtile Kombination von Formen und Farben. In der Kombinierbarkeit äußert sich ein spielerischer Charakter.

Talente, Koutaro Uranaka und Takahiro Yamamoto, Japan, Materialien und Techniken

Koutaro Uranaka und Takahiro Yamamoto, Japan, Materialien und Techniken

Die fragil anmutenden Teedosen verbinden japanischen Traditionen und moderne Technologie sowie Digitales und Analoges. Die handwerkliche Bearbeitung verleiht den Arbeiten, die sich moderner Massenfertigung bedienen, Authentizität und Individualität. Zugleich zeigen die Werke ein Bekenntnis zu Dekoration und Oberflächengestaltung.

Talente, Jamilia Wallentin, Frankreich, Textil

Jamilia Wallentin, Frankreich, Textil

Die Arbeiten von Jamila Wallentin sind bestimmt durch die kreisförmige Bewegung und die Ursprünglichkeit des Materials. Die Künstlerin erschafft aus dem flächigen Textil dreidimensionale Formen. Durch Übereinanderlegen entstehen in einem meditativ anmutenden Prozess poetische Arbeiten.

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