Herbert-Hofmann-Preise 2019

Junwon Jung, Misato Seki und Yutaka Minegishi sind die Gewinner des Herbert-Hofmann-Preises 2019.

Herbert Hofmann Preise 2019

Die Verleihung der Herbert-Hofmann-Preise zählen neben den Bayerischen Staatspreisen und den Talente-Preisen zu den Höhepunkten der „Handwerk & Design“. Sie werden alljährlich im März aus der Sonderschau „Schmuck“ im Rahmen der Internationalen Handwerksmesse München vergeben. Die Juroren waren 2019 Cornelie Holzach, Pforzheim, Sophie Hanagarth, Straßburg, Otto Künzli und Gert Bruckner, beide München.

Junwon Jung, Herbert Hofmann Preis

Die minimalistischen Schmuckobjekte des Südkoreaners Junwon Jung erscheinen in geschlossener Form wie winzige, unscheinbare Döschen. Sie lassen sich zerlegen und spielerisch auf unterschiedliche Weise tragen. „Auf den ersten Blick sind die hochpräzisen Objekte von Junwon Jung widerständig“, so die Jury.

Misato Seki, Herbert Hofmann Preis Misato Seki, Herbert Hofmann Preis

Als „absolutes Novum“ bezeichnete die Fachjury die drei Stabbroschen von Misato Seki, Japan. „Sie lösen ein kontemplatives, konzentriertes Schauen aus. Aus dem fein strukturierten Glanz und dem subtilen Farbverlauf der Oberfläche entsteht Tiefe und der Eindruck von langgestreckten, spaltförmigen Fenstern, die den Blick in eine andere Dimension eröffnen“, so die Beurteilung.

Yutaka Minegishi, Herbert Hofmann Preis

Die Ringe des in München lebenden Japaners Yutaka Minegishi entstanden aus einem einzelnen Materialblock. „Aus der Kreisform des Ringes entwickelt er einen monolithisch anmutenden Kopf. Die Dynamik der Form entsteht durch die graduierliche Drehung und Windung des Materials“, heißt es.

Sonderschau Schmuck

In der Sonderschau Schmuck waren Arbeiten von insgesamt 65 SchmuckkünstlerInnen aus 22 Ländern zu sehen. Bereits die Teilnahme ist als Wettbewerb gestaltet. 2019 hatten sich über 700 SchmuckgestalterInnen aus 58 Ländern beworben. Mit der Auswahl wird jedes Jahr eine andere Person betraut. 2019 fungiert als Kuratorin Dr. Sabine Runde vom Museum Angewandte Kunst Frankfurt. Sabine Runde hat, ebenso wie der Jury für die Herbert-Hofmann-Preise eine gute Wahl getroffen.

Insgesamt demonstrierte die Sonderschau erneut die hohe Qualität gegenwärtiger Schmuckkunst. Weltweit verbreitet kann sie zweifelsohne den Anspruch einer ganz eigenen, vitalen und vielschichtigen Kunstform erheben. Angesichts dieses Niveaus gehört zur Präsenz in der „Schmuck“ auch viel Glück. Und ohne die Entscheidung der Jury in Frage zu stellen hätten sicher auch eine ganze Reihe anderer KünstlerInnen die Auszeichnung verdient. Schön, dass es die Sonderschau „Schmuck“ auch 2020 geben wird – mit einigen weiteren GewinnerInnen.

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