Schmuckkunst und Flaschnerhandwerk

Susanne Hammer – Schmuck aus drei Jahrzehnten. Die im letzten Jahr geplante Ausstellung findet jetzt statt.

In der historischen Werkstatt von Wolfgang Huber in Kißlegg im Westallgäu stapeln sich antike Kupferbleche, Fragmente von Dächern, Aufsätze, Wasserspeier aus dem 18. Jahrhundert. Treibhämmer in jeder Form und Größe, Schlagvorrichtungen, Zangen, Lehren und Zirkel sind noch in Verwendung und zeugen von der Sammelleidenschaft des Flaschnermeisters und Denkmalpflegers. Im oberen Gebäudeteil, verkleidet mit einer schuppenartigen Metallhülle, befindet sich ein moderner Ausstellungsraum.

Susanne Hammer

Susanne Hammer, Halskette aus historischem Kupferblech mit natürlicher Patina, 2020. Photo Henry M. Linder.

Susanne Hammer

Halsketten aus verzinktem Stahl und historischen Kupferblechen mit natürlicher Patina, 2020. Photo Henry M. Linder.

Die Faszination für Materialien und Werkzeuge ist auch bei Susanne Hammer spürbar. Seit ihrer Schmuckausbildung und dem anschließenden Designstudium in Wien lotet die gebürtige Kißleggerin die unterschiedlichsten Materialien und deren Anwendbarkeit auf Schmuck aus. Sie lebt und arbeitet seit 1986 in Wien und bestreitet seit drei Jahrzehnten internationale Ausstellungen, Talks, Workshops und ist kuratorisch tätig. 2009 hat sie das Kolleg für Schmuckdesign an der Schule für Kunst und Mode in der Herbststraße in Wien begründet.

Flaschnerei Huber

Moderne Kunst und historisches Handwerk im Dialog. Die Flaschnerei Huber in Kißlegg im Allgäu. Photo Wolfgang Huber.

Flaschnerei Huber

Die Flaschnerwerkstatt mit historischen Werkzeugen offenbart die Sammelleidenschaft Wolfgang Hubers.
Photo Wolfgang Huber.

Susanne Hammer und Wolfgang Huber verbindet eine jahrzehntelange Freundschaft. Ihr Austausch über Kunst, Design und Handwerk trägt nun in einer Kooperation erstmals sichtbar Früchte. Zum 60. Geburtstag der Künstlerin findet eine Schmuckausstellung im Schauraum des Gebäudes statt. Neben ausgewählten Arbeiten aus drei Jahrzehnten wird eine Werkreihe präsentiert, die Susanne Hammer in Kooperation mit Wolfgang Huber für die Ausstellung entwickelt hat. Sie nimmt sowohl die Materialien Zink und Kupfer als auch Falz- und Wulsttechniken des Flaschnerberufs auf und übersetzt sie in tragbaren Schmuck. Im neu angebauten Kabinett zeigt Susanne Hammer zudem das Fotoprojekt 10kissleggerfrauen, das sie gemeinsam mit dem Kißlegger Fotografen Henry M. Linder entwickelt hat. Hier tragen Frauen unterschiedlichen Alters Susanne Hammers Schmuck.

  • Schauraum Schlossstraße 58/1
    88353 Kißlegg
    Deutschland

    www.flaschnerei-huber.de
    www.susannehammer.com
  • Samstag und Sonntag, 14 bis 17 Uhr
  • Link

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