Leben ist Kunst

Wieder „normal“ leben! Das wünschen sich jetzt viele. Oder noch besser das Leben als Kunstwerk gestalten? Mehr in Art Aurea 2-2021.

Sie ahnen schon, wer ein Leben als Kunstwerk gefordert hat. Es war Joseph Beuys, dessen 100-jähriges Geburtsjubiläum in diesem Jahr in zahlreichen Ausstellungen gefeiert wird. Der Jahrhundertkünstler war auch für die angewandte Kunst wichtig. Nicht nur, weil er 1979 in Wien fast eine Professur an der Angewandten erhalten hätte. Für Beuys war jeder Mensch ein Künstler. Beuys dachte radikal neu, wollte Grenzen überwinden. Damit war er auch ein Vorbild für GoldschmiedInnen und andere HandwerkerInnen, die sich seit den 1960er Jahren als KünstlerInnen definiert und erstarrten Grenzen überwunden haben.

Art Aurea entstand 1985 aus diesem Geist der Freiheit und des Aufbruchs, der in unserer Redaktionsphilosophie zum Ausdruck kommt: „Wie bereits zu Beginn der Moderne am Bauhaus oder später von Joseph Beuys formuliert, befürworten wir die Idee von Kunst, die alle Lebensbereiche durchdringt.“ Grund genug also, uns in seinem Jubiläumsjahr 2021 mit Joseph Beuys zu befassen.

Joseph Beuys, Ein Woodstock der Ideen

Trotz der Ernsthaftigkeit seiner Kunst und Thesen lachte Joseph Beuys (1981) gerne und oft. Zu sehen bis 4. Juli 21 in der Ausstellung Ein Woodstock der Ideen im Museum Ulm. © Fotoarchiv Ruhrmuseum Essen, Foto Jürgen Leiendecker. VG-Bild-Kunst-Bonn-2020.

Das Leben als Kunstwerk

Was wollte Joseph Beuys mit seiner Aussage „Jeder Mensch ist ein Künstler“ erreichen? Was können wir heute im Zeichen mehrerer, die gesamte Menschheit bedrohender Krisen von ihm lernen? Lesen Sie in Teil 1, wie der Junge aus Kleve vom Niederrhein zu einem Jahrhundert-Künstler wurde.

Arts Crafts World

Ganz neu in Art Aurea ist die Rubrik „Arts Crafts World“. Ausgewählt von kompetenten Persönlichkeiten erscheint ab sofort in jeder Ausgabe – ergänzend zum bisherigen Konzept mit großen Porträts, Interviews und Ausstellungen – auf je 4 Seiten eine Auswahl aktueller Werke, Konzepte und Kurzbiografien bedeutender KünstlerInnen aus der ganzen Welt. Zum Start in der Sommerausgabe:

Gijs Assmann, Niederlande (ausgewählt von Geer Pouls, Galerie Brutto Gusto, Berlin), John K. Raustein, Norwegen (ausgewählt von Tonje Kjellevold, Projekt Manager bei Norwegian Crafts), Ryuhei Sako, Japan, (ausgewählt von Koichi Io, japanischer Metallkünstler), Felieke van der Leest, (ausgewählt von Herman Hermsen, niederländischer Schmuckkünstler und ehemaliger Professor in Düsseldorf), Anna Mlasowsky, (ausgewählt von Sven Hauschke, Direktor der Kunstsammlungen der Veste Coburg), Haleh Redjaian (ausgewählt von Julie Metzdorf, Rundfunkjournalistin und Autorin von Art Aurea), Steven KP, (ausgewählt von Patti Bleicher, Galerie Loupe, Montclair, USA), Sonngard Marcks, (ausgewählt von Andreas Platthaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung), Søren Krag, (ausgewählt von Michaela Braesel und Wolfgang Lösche, Galerie Handwerk, München).

Felieke van der Leest, Art Aurea

Felieke van der Leest, Scrotum Clamp: Scratchy, 2020. Textil, Plastiktier, oxidiertes Silber, kubischer Zirkon, Glasperlen, 11 × 6,5 × 5,5 cm. Eine der vielen Arbeiten im Rahmen der neuen Rubrik Arts Crafts World.

Nachfolgend weitere Beiträge in der aktuellen Ausgabe 44:

Zwei aus Padua

Bevor Renzo Pasquale und Annamaria Zanella ein Paar wurden, arbeiteten sie als Lehrer am Istituto Pietro Selvatico in Padua. Die Goldschmiede und Dozenten dieser Kunstschule prägten die Schmuckkunst schon seit den 1950er Jahren in Italien. Ebenso trug die ‚Schule von Padua‘ dazu bei, dass zeitgenössischer Schmuck heute international als Kunstdisziplin auftritt.

Annamaria Zanella und Renzo Pasquale

Schmuckkünstler und Ehegatten: Annamaria Zanella und Renzo Pasquale. Foto Daniela Martin.

Proudly African – Jewellery Affairs

Martina Dempf begeisterte sich für Afrika, wurde Schmuckkünstlerin, Galeristin und Ethnologin. Ihre Sammlung – ergänzt durch Arbeiten europäischer Künstler – ist 2021 in der Bengel-Stiftung in Idar-Oberstein und im Herbst im Goldschmiedehaus Hanau zu sehen. Ein Interview mit Martina Dempf. Beeindruckende Aufnahmen zeigen, dass Schmuck aus Afrika

Martina Dempf, Proudly African - Jewellery Affairs

Bei jungen Turkana-Männern, hier beim Tanz, sind auch westliche Accessoires und Kleidung beliebt. © Martina Dempf, 2014. Die Ausstellung Proudly African – Jewellery Affairs ist in Idar-Oberstein und Hanau zu sehen.

Sklavenkette aus Glasperlen

Für ihre Bachelorarbeit an der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim hat Luisa Kuschel eine mit Glasperlen besetzte „Sklavenkette“ kreiert. Sie wurde dafür mit dem MEA-proTecc Designpreis ausgezeichnet. Ihr Schmuck ist eine Anklage gegen koloniale Verbrechen und den Rassismus unserer Zeit.

Luisa Kuschel, Art Aurea

Luisa Kuschel, Schmuckkünstlerin und Absolventin der HAWK, Hildesheim. Foto Ben Frik.

Glückliches Finnland

Nach der langen, pandemiebedingten Durststrecke beginnen die ersten Veranstaltungen. Mit vorne dabei die Heidelberger Galerie Marianne Heller. In ihrer Ausstellung Finnland. Kunst aus dem glücklichsten Land der Welt – Keramik, Glas, Schmuck, zeigt sie Werke von Jasmin Anoschkin, Erna Aaltonen, Johanna Rytkölä, Pekka Paikkari, Heiki Viinikainen und Terhi Tolvanen. Noch bis 25. 07. 2021. Friedrich-Ebert-Anlage 2. www.galerie-heller.de

Erna Aaltonen, Art Aurea

Erna Aaltonen, Sunny, 2019. Keramische Kunst und mehr aus Finnland. Bis 25.07.2021 in der Galerie Marianne Heller, Friedrich-Ebert-Anlage 2, www.galerie-heller.de

Möchten Sie noch mehr wissen?

Wenn Sie mehr wissen wollen über die aktuelle Art Aurea Ausgabe 44, Sommer 2021 oder andere Fragen haben, schreiben Sie eine Mail an info@artaurea.de oder rufen Sie uns einfach an. Telefon 0049 731 950 84 90. Wir freuen uns über Ihr Feedback.

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