Die Coronakrise – Schock und Chance

Was tun, wenn das gewohnte Leben ausgebremst wird?

Die Coronakrise wird, das ist jetzt schon klar, eine Herausforderung, wie sie die heute lebende Menschheit in ihrer Gesamtheit noch nicht erlebt hat. Dabei ist allerdings nicht zu vergessen, dass es für ganze Regionen, Volksgruppen und Länder ungleich größere Katastrophen in Teilen der Welt auch in jüngster Zeit gab und gibt, etwa durch Krieg, Vertreibung, Erdbeben, Hunger oder extreme Armut und Ausbeutung. Allein das sollte uns mahnen, jetzt bei allen Problemen Ruhe zu bewahren und nicht der Panikmache, den bewusst oder aus Dummheit gestreuten Fake News oder der Besserwisserei zu erliegen.

Vor allem sind jetzt Vertrauen in unsere Institutionen und Solidarität mit den Betroffenen gefragt. In diesen Tagen zeigt sich, dass unsere vielgescholtenen Politiker handel können, dass sie auf die Wissenschaftler und Experten hören können – ein Verhalten, dass man sich in Zeiten des Klimawandels und der Umweltzerstörung schon etwas länger gewünscht hätte. Ermutigend ist auch, dass – wie bei allen Katastrophen – viele Menschen bereit sind zu helfen, wo die Not am größten ist.

Auch wenn das wie ein schwacher Trost erscheinen mag, vielleicht können diejenigen, die zum Stillhalten gezwungen werden, die Zeit der Entschleunigung sogar für sich persönlich nutzen, um sich von der Hamstermühle zu erholen. In allen Kulturen und Zeiten wird Einsamkeit oft auch als Chance zur Besinnung, zur inneren Einkehr, genutzt. Was nicht heißt, dass man die wirklich Einsamen jetzt allein lassen darf. Schließlich gibt es heute ja Telefon, E-Mail, Skype und sogar noch Briefe. Natürlich kann man auch seine Lieben und Freunde sehen, wenn man den empfohlenen Abstand und die anderen Sorgfaltsregeln einhält.

schlegelschmuck

schlegelschmuck bleibt bis zum 20. April 2020 geschlossen … „Ich werde weiterhin arbeiten …“, schreibt Kaja Schlegel, München. Dies gilt jetzt für die meisten Geschäfte.

Viele Bereiche der Wirtschaft und nicht zuletzt Manufakturen, kleine Handwerksbetriebe, KünstlerInnen und Selbständige werden in Schwierigkeiten geraten. Genauso werden Zeitungen und Zeitschriften leiden. Niemand kann sagen, was noch passiert und wann genau es wieder aufwärts geht – ob in einigen Wochen oder Monaten. Aber man darf zuversichtlich sein, dass auch diese Krise bewältigt wird. Und ganz sicher ist, dass es nicht das Ende von Kultur und Kunst sein wird, denn diese wird ebenso gebraucht wie neues Denken und Handeln, das deutlich behutsamer mit unserem Globus und der Schöpfung umgeht, als das in den letzten Jahrzehnten und Jahrhunderten der Fall war.

Noch eine Anregung zum Schluss: Wir verzichten ab sofort, alle Absagen und Verschiebungen von Ausstellungen zu publizieren. Gerne stellen wir jedoch Anregungen und Vorschläge auf unseren Blog. Danke an all jene, die das bereits getan haben. Eine Zusammenfassung folgt demnächst.

Bleiben Sie gesund!

Reinhold Ludwig

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