Hauch der Antike in der Galerie Scheytt

Die Antike ist im Schmuck bis heute lebendig. Die staatlichen Antikensammlungen und die Galerie Scheytt in München zeigen es.

Den Bezug zur Antike machen gegenwärtig zwei Ausstellungen in München deutlich. Zum einen „Glanzlichter – Wolfgang Skoluda im Dialog mit der Antike“ (13. März bis 10. Juni 2019) in den staatlichen Antikensammlungen in München am Königsplatz. Der Goldschmied integriert antike Elemente in seine Schmuckstücke. Die Ausstellung gibt einen Überblick über die lange Schaffensperiode des Hamburgers und zeigt eine Vielzahl seiner Arbeiten. Wir berichteten.

In der Galerie Scheytt in Schwabing sind vom 22. Mai bis 8. Juni 2019 Arbeiten zeitgenössischer Schmuckstücke zu sehen, bei deren Gestaltung sich Goldschmiede von der Antike inspirieren ließen. Der „Hauch der Antike“ – so der Ausstellungstitel – ist in den Kreationen zu spüren, sei es durch Technik, Form, Materialien oder im Bezug auf antike Mythen.

Kranz von Armento

Ein Prunkstück der Staatlichen Antikensammlungen ist der Kranz von Armento. © Staatliche Antikensammlungen, Foto Renate Kühling.

Jutta Kulik

Der Kranz von Armento inspirierte Jutta Kulik zu ihrer Serie München an der Hand. Gold, Safire, Diamanten, Acryl.

„In München haben wir einen ganz besonderen Schatz an antiken Schmuckstücken in meisterhafter Qualität – die Exponate der Staatlichen Antikensammlungen am Königsplatz“, erklärt Brigitte Scheytt. „Viele Schmuckstücke der Griechen, Etrusker und Römer, die in den Münchner Antikensammlungen beheimatet sind, zeichnen sich durch eine überwältigende Feinheit der Arbeit aus. Verwendet wurden dünnste Golddrähte und feinste Granulationen, wie sie heute nur von wenigen Meistern der Goldschmiedekunst hergestellt werden können.“

Pura Ferreiro

Halsschmuck Biene von Pura Ferreiro. Sie ist bekannt für den Einsatz der Jahrtausende alten Granulationstechnik.

Albrecht Scharf

Ohrringe von Albrecht Scharf. Das Design entstand nach der Fibonacci-Folge, die schon im antiken Griechenland bekannt war.

Neben seiner schmückenden Funktion war antiker Schmuck mit magischen und mystischen Vorstellungen verbunden. Durch Schmuck wurden immer auch Botschaften an Menschen und Götter übermittelt. So sollte etwa durch das Tragen von Ohrgehängen in Form des Liebesgottes Eros die Macht der Gottheit auf die Trägerin übertragen werden.

Die Ausstellung in der Galerie Scheytt kam mit freundlicher Unterstützung von Frau Dr. Fendt von den Staatlichen Antikensammlungen München zustande. Sie wird am 22. Mai um 20 Uhr eröffnet. Einlass ab 19:30 Uhr. Um 18 Uhr haben zuvor BesucherInnen die Möglichkeit an der Kuratorenführung mit Dr. Astrid Fendt in den Antikensammlungen am Königsplatz teilzunehmen.

  • Scheytt – Galerie für
    Schmuck & Kunst
    Kaiserstrasse 23
    80801 München
    Deutschland
  • Eröffnung 22. Mai 2019 um 20 Uhr
  • Link