SCHMUCKmünchen 2026

Zeitgenössische Schmuckkunst auf der „Handwerk & Design“ vom 4. bis 8. März 2026 in München.

Seit 1959 präsentiert die „SCHMUCKmünchen“ – bis 2024 nur „Schmuck“ genannt – aktuelle Positionen zeitgenössischer Schmuckkunst aus der ganzen Welt. Höhepunkt der Sonderschau ist die Verleihung des Herbert-Hofmann-Preises. Der Preis wird nach der Entscheidung durch eine internationale Jury an drei der teilnehmenden KünstlerInnen verliehen und gilt als Oscar der Schmuckkunst. 

Kuratiert wird die SCHMUCKmünchen alljährlich von einem namhaften Kenner der Szene. Die aktuelle Auswahl verantwortet Sam Tho Duong, der als Bootsflüchtling aus Vietnam nach Pforzheim kam und dort seine Ausbildung zum Schmuckkünstler erhielt. Insgesamt gab es diesmal mehr als 1000 BewerberInnen – ein neuer Rekord. Daraus hat Sam Tho Duong Werke von knapp 70 KünstlerInnen aus 29 Ländern ausgewählt. Neben vielen jungen Talenten sind auch Pioniere der zeitgenössischen Schmuckkunst wie Bernhard Schobinger aus der Schweiz und Esther Knobel aus Israel sowie bekannte Künstlerinnen nachfolgender Generationen wie Laura Deakin aus Australien und Eunmi Chun aus Südkorea vertreten.

Laura Deakin, Ring Au Foundina 2, 2024. Sterlingsilber, Mikroplastikfundstücke Rhodium 3,5 x 6,8 x 6,8 cm. © Laura Deakin.

Esther Knobel, Brosche IL, 2025. Kupfernetz, Emaille, Silber 6 x 7 x 3 cm. © Roni Cnaani.

Mira Kim, Brosche Dialogue, 2025. Mokume-gane (Silber, Kupfer), Sterlingsilber, 9,4 x 9,4 x 2 cm. © Mira Kim.

Im Rahmen der SCHMUCKmünchen wird Erico Nagai als „Klassikerin der Moderne“ geehrt. Die 1947 in Tokio geborene Schmuckkünstlerin kam Ende der 1960er Jahre nach Europa und studierte ab 1970 in der Schmuckklasse der Münchner Kunstakademie bei Franz Rickert und Hermann Jünger. Seitdem lebt sie in München. Für ihre Arbeiten, in denen Einflüsse ihres Herkunftslandes Japan mit Ideen und Formen der westlichen Moderne verschmelzen, wurde Erico Nagai vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Bayerischen Staatspreis, dem Herbert-Hofmann-Preis und dem Designpreis der Stadt München.

Die „Handwerk&Design“ auf dem Messegelände München in Halle B1 hat als Kernstück der Internationalen Handwerksmesse noch weitere Highlights zu bieten. Die Sonderschau TALENTEmünchen zeigt Arbeiten eines internationalen Wettbewerbs für den gestalterischen Nachwuchs. Für junge BesucherInnen ist auch das Konzept „Wege zum Design – Ausbildung in Bayern“ interessant. 

Individuellen Schmuck und Kunsthandwerk bieten auch zahlreiche Einzelaussteller und einige Gruppenpräsentationen. Ein breites Spektrum herausragender Schmuckkunst ist im Ausstellungskonzept „Frame“ zu sehen: rund um die Sonderschau SCHMUCKmünchen präsentieren Internationale Galerien ausgewählte Werke. Darüber hinaus werden auf der „Handwerk & Design“ die Bayerischen Staatspreise für besondere technische und gestalterische Leistungen im Handwerk vergeben. Auch die Teilnehmer der SCHMUCKmünchen haben eine Chance auf diese mit 5.000 Euro dotierten Preise.

Hye Jung Sin, Broschen Hidden Side, 2021. Sterling Silber, Feinsilber, Kupfer 25,5 x 60 x 30 cm, © KC Studio.

Sabine Steinhäusler, Brosche Streching Movement, 2024. Feinsilber, Stahl. Foto Paul Müller.

Organisiert wird die SCHMUCKmünchen von der Handwerkskammer für München und Oberbayern, Träger ist die Dannerstiftung München. In einem eigens eingerichteten Schmuck-Info-Point direkt neben der Galerie Handwerk an der Ottostraße bekommen Interessierte einen Überblick über das Veranstaltungsprogramm.

 

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