29. Zeughausmesse Berlin

Arts & Crafts Days vom 12. bis 15. November 2026 im Kühlhaus Berlin. 

Rund 80 GestalterInnen präsentieren ihre Arbeiten. Darunter neun aus dem Förderprogramm „Frische Talente“. Die Weißensee Kunsthochschule Berlin zeigt ihre Ausstellung „seefashion26“. Neben KunsthandwerkerInnen aus Deutschland sind TeilnehmerInnen aus Litauen, den Niederlanden, der Schweiz, Dänemark und Luxemburg vertreten.

Die Zeughausmesse Berlin gehört seit 2004 zum Berliner Kulturherbst und zählt zu den wichtigen Plattformen für Angewandte Kunst in Deutschland. Im Fokus stehen Unikate und Kleinserien, die künstlerischen Anspruch, handwerkliche Qualität und Funktion vereinen. Die Messe für Angewandte Kunst ist sowohl Verkaufsausstellung wie Ort der Begegnung von GestalterInnen und Publikum. 

Die Besucher können sich über die Entstehung der Arbeiten, Materialien und Techniken informieren und direkt mit den KünstlerInnen sprechen. Über vier Tage wird das KühlhausBerlin zum Treffpunkt für zeitgenössische Angewandte Kunst in Berlin – zwischen handwerklicher Tradition und Experiment, zwischen Gebrauch und freier Gestaltung. Eintritt: 10 Euro, ermäßigt 5 Euro, unter 18 Jahren frei.

Angewandte Kunst für den Alltag

Von Schmuck und Keramik über Glas und Holz bis hin zu Metall und Textil zeigt die Zeughausmesse 2026 die ganze Vielfalt zeitgenössischer Angewandter Kunst. Die Arbeiten verbinden Materialkenntnis und handwerkliche Tradition mit eigenständigen künstlerischen Positionen. Es gibt außergewöhnliche Objekte entdecken, man kann mit den GestalterInnen ins Gespräch kommen und die Arbeiten vor Ort erwerben. 

Stephanie Jendis gehört seit vielen Jahren zur Avantgarde im zeitgenössischen Schmuck. Ohrschmuck Im Wald. Büffelhorn, Uwarowit, Silber oxidiert. Foto: Oliver Mann.

Beate Leonards: Traditionelle Silberschmiedetechniken in präzisen und spannungsvollen Formen. Dosen, Tombak, innen pulverbeschichtet, Corian. Foto: Beate Leonards.

Nachwuchs für die Angewandte Kunst

Das Förderprogramm „Frische Talente“ bietet neun jungen KünstlerInnen und DesignerInnen, die seit maximal fünf Jahren im Beruf sind, eine Plattform. Die ausgewählten Positionen stehen für neue Perspektiven, experimentelle Ansätze und individuelle Zugänge zu Material und Gestaltung. So schafft die Zeughausmesse einen Raum für aktuelle und zukünftige Entwicklungen in der Angewandten Kunst.

Jasmin Knedeisen, eines der „Frischen Talente“ überzeugt mit feinstem Tischlerhandwerk. Schreibtisch aus luftgetrockneter Mecklenburger Esche. Foto: Jasmin Knedeisen.

Karl Lobo, ebenfalls als „Frisches Talent“ auf der Zeughausmesse. Gefäßobjekt. Steinzeug, Engobe, Zeichnung, Glasur. Foto: Paul Altmann.

Auch Hazal Azeri ist als „Frisches Talent“ vertreten. Bei den Mustern ihrer Keramiken geht es um Identität und kultureller Erinnerung. Gefäßobjekt The Quilt. Steinzeug, von Hand aufgebaut. Foto: Adria Chilcote.

Graduate Fashion Show der Weißensee Kunsthochschule Berlin

Ein Highlight der Zeughausmesse 2026 ist „seefashion26 – Graduate Fashion Show“ der Weißensee Kunsthochschule Berlin, Fachgebiet Mode-Design. Gezeigt werden ausgewählte Arbeiten des Abschlussjahrgangs 2026. Zum 80-jährigen Jubiläum der Hochschule präsentieren Bachelor- und Masterabsolvent:innen unterschiedliche gestalterische Ansätze – vom freien Experiment bis zum analytischen Entwurf. Soziale, ökologische und historische Fragestellungen spielen ebenso eine Rolle wie die Auseinandersetzung mit Form und Material.

Fanny Hensel von der Weißensee Kunsthochschule Berlin. Ein Beispiel aus der Seefashion26 – Graduate Fashion Show. Foto: Charlotte Hensel.

Zwei Preise für Angewandte Kunst

Auch 2026 vergibt die Zeughausmesse Preise für herausragende Leistungen in der Angewandten Kunst aus. Eine Fachjury verleiht zwei Auszeichnungen, um das kunsthandwerkliche Erbe zu fördern und weiterzuentwickeln.

Der Preis für Angewandte Kunst der Klingenstein-Zuschke Stiftung ist mit 5.000 Euro dotiert. Er wird für hervorragende Leistung im handwerklich-künstlerischen Bereich verliehen. In Entwurf und handwerklicher Herstellung ihrer Arbeiten durchlaufen Künstler:innen einen schöpferischen Prozess, der ihren Arbeiten Unikatcharakter und besondere Strahlkraft verleiht. Die Objekte bereichern den Alltag der Nutzer:innen. Formsprache, exzellente Verarbeitung und Materialgerechtigkeit sorgen dafür.

Erstmals vergibt der Berufsverband Angewandte Kunst Berlin-Brandenburg e.V. 2026 den AKBB Innovationspreis. Der Preis ist mit 1.500 Euro sowie einer kostenlosen Teilnahme an der Zeughausmesse 2027 dotiert. Gewürdigt werden Künstler:innen, in deren Werk das Zusammenspiel einer Idee oder eines Konzeptes, in bisher unbekannterweise, mit der handwerklich- künstlerischen oder technischen Umsetzung in Einklang steht.

  • KühlhausBerlin
    Luckenwalder Straße 3
    10963 Berlin
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