Sonderschau Talente – Gewinner 2017

Die Sonderschau "Talente" auf der "Handwerk & Design" präsentierte Arbeiten von 105 Designern und Kunsthandwerkern aus 32 Ländern.

Gutes Handwerk und pfiffiges Design reichen bei weitem nicht aus, um bei der Talente-Schau in München Lorbeeren zu ernten. Auf der Handwerk & Design im Rahmen der IHM geht es nicht selten auch um Inhalte, Botschaften oder Konzepte. Der Unterschied zur freien Kunst bleibt jedoch der Bezug zum Material und zum angestammten Metier. Insgesamt wurden acht Auszeichnungen vergeben.

Adéla Wiesenbergová, Talente Gewinner

Adéla Wiesenbergová, Tschechische Republik, Halsschmuck Nude of Yakuza. Padouk-Furnier, 60 x 110 x 45 cm

Die poetische Arbeit von Adéla Wiesenbergová aus Tschechien interessiere aufgrund ihrer Leichtigkeit und Fragilität, der kokonartigen Qualitäten und der japanischen Bezüge, gerade in Hinblick auf Erotik und traditionelle Kleidung, so die Jury.

Machteld Lambeets, Talente Gewinner

Machteld Lambeets, Belgien, Brown Bowl. Bio-Harz, Gras, Erde, Pigment, Klebeband, Papier

Machteld Lambeets aus Belgien experimentiert mit Materialien, Traditionen, Formen und Volumen. Die Jury war von der plastischen Ausstrahlung und der an Landschaften erinnernden Oberflächenstruktur fasziniert.

Luise Hellmann, Talente Gewinner

Luise Hellmann, Deutschland, Fliesen-Installation nichts über fliesen. Roter Ton, engobiert, glasiert

Luise Hellmann aus Deutschland interpretiert Fliesen des Mittelmeerraums aus dem 17. Jahrhundert neu und spielt dabei mit Vergangenheit und Traditionen. Individuell und plastisch gestaltet würden sie einen markanten Gegenpol zu der industriellen Fliesenproduktion und der aktuellen Tendenz zur Nachahmung durch andere Materialien bilden, heißt es aus München.

Kana Ueda, Talente Gewinner

Kana Ueda, Japan, Vase. Halbporzellan, gedreht, Toneinlagen, 17x19x19 cm

Die Linien und Farben der illusionistischen Gefäße von Kana Ueda aus Japan assoziieren Materialien wie Steine und Pelze. Dies belohnte die Jury mit einer Auszeichnung.

Talente, Yasutomo Ota

Yasutomo Ota, Japan/Deutschland, Die Forelle. Papier, Faden, Holz, Linolschnitt, Digitaldruck, 15,8 x 33,8 x 4,2 cm

Yasutomo Ota, Japan/Deutschland, beschäftigt sich mit dem Wesen und Erscheinungsbild des Buches. Sein Ziel ist dabei „stets die Übertragung des Inhalts in eine sichtbare Form. Das jeweilige Thema eines Textes erfährt somit eine haptisch-dreidimensionale Übersetzung.“

Woo Jung Kim, Talente Design Award

Woo Jung Kim, Südkorea, Armband aus der Serie Imaginary Setting. Acryl, Fotografien, 9,5 x 9 x 7 cm

Woo Jung Kim, Südkorea, spielt in ihrem Schmuck mit dem Konzept von Luxus, indem sie die Kostbarkeit von Edelsteinen hinterfragt. Ihr Armreif übernimmt die Form eines Rings.

Talente, Carla Movia

Carla Movia, Italien, 100 Broschen, Nomen Nescio. Stahl, Silber 925, insgesamt 200x300x9 cm

Die Italienerin Carla Movia verwendet Abfallprodukte und beschäftigt sich mit Aspekten von Kostbarkeit, mit dem Anthropomorphen und der Technik. Die Textilentwürfe von Ortal Bonen aus Israel (nicht im Bild) überzeugten die Jury durch die Feinheit des Webens und ihre Zartheit.

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