Herbert-Hofmann-Preise 2017

Die Herbert-Hofmann-Preise gingen an Volker Atrops, Sanaa Khalil und Florian Weichsberger.

Die international begehrten Preise für künstlerischen Schmuck werden alljährlich aus der Sonderschau Schmuck auf der Handwerksmesse in München ausgewählt. Die Jury mit Otto Künzli, Gert Bruckner, Monica Gaspar, Marjan Unger und Cornelie Holzach, die diesjährige Kuratorin, haben sich für schlichte aber keineswegs langweilige Arbeiten entschieden.

Herbert-Hofmann-Preis, Florian Weichsberger

Ausgezeichneter Anhänger von Florian Weichsberger. Foto Florian Weichsberger

Preisträger Florian Weichsberger hat mit seinem Anhänger „Warrior#1.1“ ein Objekt geschaffen, das trotz seiner simplen Form die Assoziationen nur so sprudeln lässt. Das Stahlrohr, in dem sich ein weiteres helles Rohr versteckt, könnte ein Werkzeug sein, aber auch eine Waffe.

Keine folkloristische Idylle

Volker Atrops Siegerarbeit, die Brosche „Hahn“, erinnert mit ihrem traditionellen Vogelmotiv auf einer Art Butzenscheibe zunächst an ein Stück bäuerlicher Volkskunst. Doch die Erscheinung ist mehrfach gebrochen: Nicht auf Glas oder Keramik wird hier gearbeitet, sondern auf Kunststoff. Und auch die Dopplung und Überlappung der in Rot und Grün gehaltenen Motive untergräbt die folkloristische Idylle.

Volker Atrops, Herbert-Hofmann-Preis

Für die Brosche Hahn erhielt Volker Atrops den Herbert-Hofmann-Preis der Sonderschau Schmuck 2017. Foto Volker Atrops

Sanaa Khalil, Herbert-Hofmann-Preis

Brosche der Herbert-Hofmann-Preisträgerin Sanaa Khalil. Foto Sanaa Khalil

Herbert-Hofmann-Preise

Verleihung der Herbert-Hofmann-Preise. Wolfgang Lösche, Leiter der Sonderschau Schmuck, Handwerkskammer für München und Oberbayern, Preisträgerin Sanaa Khalil und Dieter Dohr, Vorsitzender der Geschäftsführung der GHM

Ebenso vielschichtig ist die Brosche aus Holz von Sanaa Khalil. Die Kuppelform repräsentiert religiöse, aber auch politische und wirtschaftliche Kraft. Khalil schnitzt, schneidet, hämmert und ätzt das Holz und legt so nicht nur Kraft in das Werkstück hinein, sondern auch Verletzlichkeit und Angst: Ergebnis ihrer Frustration über die Lage ihrer Heimat Libanon. Julie Metzdorf

 

Auch auf dieser Seite werden Cookies verwendet. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte anzubieten. Indem Sie die Seite nutzen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. / Cookies are also used on this website. We can use it to evaluate the use of the site in order to offer usage-based editorial content. By using the site, you agree to the use of cookies. Weitere Informationen / Learn more

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close