21. Zeughausmesse Berlin

Im prächtigen Schlüterhof des Zeughauses präsentieren vom 7. bis 10. Dezember rund 90 GestalterInnen ihre Arbeiten.

Die Verkaufsmesse wird vom Berufsverband Angewandte Kunst Berlin-Brandenburg e.V. in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Historischen Museum veranstaltet. Damit verbunden ist auch ein Wettbewerb, der unter den Ausstellern durch eine Fachjury ausgelobt wird. Am ersten Messetag werden vier Preise im Wert 1300 bis 500 Euro verliehen. Sponsor ist die Berliner Volksbank. Bezeichnend für alle GestalterInnen auf der Zeughausmesse ist die Auseinandersetzung mit den Materialien und die meisterhafte Verarbeitung.  Sie sind das Ergebnis eines langjährigen Prozesses, aus dem zeitgenössische Gebrauchs- und Kunstobjekte sowie individueller Schmuck entstehen.

Unsere Beispiele: Antje Stutz formt aus oxydierten Silberbändern unregelmäßige geometrische Körpern. Durch die verschiedenfarbig lackierten Innenflächen entfalten die Stücke eine großzügige, beschwingte Heiterkeit. Das Gestaltungsthema von Monika Jakubec sind geometrische Grundformen wie Kegel, Kugel und Zylinder. Durchbrochen, variiert, vervielfältigt und neu verbunden entstehen daraus markante Schmuckstücke. Die kunstvollen Libellenbroschen von Gabriele Hinze sind aus Feinsilber. „Weil sich dieses Edelmetall mit der alten Technik des Ziselierens geduldig bearbeiten lässt.“ In den Ringen „Solitaire“ von Toma Hilgenfeld sind nur die Negativformen von Edelsteinen erkennbar – ein subtiles Spiel zwischen Absenz und Repräsentanz.

Antje Stutz, Zeughausmesse

Antje Stutz Kette, 2017. Silber oxidiert und lackiert, 11,5cm x 12,5cm. antjestutz-schmuck.blogspot.de

Monika Jakubec, Zeughausmesse

Monika Jakubec, Ring Konkav. Silber 925 , Kunstharz. www.jakubec.de

Gabriele Hinze, Zeughausmesse

Gabriele Hinze, Libellenbroschen conservatio. Silber 935, teils Stahlnadeln. Photo Ariane Hartmann. www.schmucke.net/kuenstler/gabriele-hinze

Toma Hilgenfeld, Zeughausmesse

Toma Hilgenfeld, Ringe Solitaire. Gold 900. Photo Nadja von Prümmer. www.tomahilgenfeld.com

Dagegen setzt Sibylle Umlauf mit ihren archaisch wirkenden Ringen „Augenblicke“ auf ein uraltes Symbol, das bis heute seine Magie ausstrahlt. Der Ring „Lori“ von Tanja Zessel besteht aus drei beweglichen Elementen, die ihm eine skulpturale Note verleihen. Annette Lechler stellt u.a. ihren wandelbaren Fingerschmuck „cercle ouvert“ vor. Das Holzgefäßobjekt von Patrick Rapp ist außen gebeizt und lackiert, innen naturbelassen. Dies verstärkt den malerischen Charakter dieser schönen Handwerkskunst.

Sibylle Umlauf, Zeughausmesse

Sibylle Umlauf, Ringe Augenblicke. Eisen, Gold, Silber, Brillant. www.sibylleumlauf.de

Tanja Zessel, Zeughausmesse

Tanja Zessel, Ring Lori. Gold 750, Tahitiperle, Brillanten. www.tanjazessel.de

Annette Lechler, Zeughausmesse

Annette Lechler, Ring cercle ouvert. Wandelbarer Schmuck. Photo Miriam Künzli. www.lechler.biz

Patrick Rapp, Zeughausmesse

Patrick Rapp, Hohlgefäßobjekt. Ahorn, D 43 cm, H 21 cm. www.holzart-drechseln.ch

Marie-Annick Le Blanc, Zeughausmesse

Marie-Annick Le Blanc, Doppelwandige Schale. Steinzeug, H 12 cm, D 19 cm. www.marieannickleblanc.com

  • Deutsches Historisches Museum Berlin
    Schlüterhof im Zeughaus
    Unter den Linden 2
    10117 Berlin, Deutschland
  • 7. Dezember: 15–18 Uhr, 8. Dezember: 10–18 Uhr
    9. Dezember: 10–21 Uhr, 10. Dezember: 10–18 Uhr
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