Simon Freunds Selbstportraits

Wie identitätsstiftend ist unsere Kleidung? Und was passiert, wenn wir sie mit einer anderen Person tauschen?

Mitte Juli 2018 stellte der in Königstein im Taunus geborene Konzeptkünstler Simon Freund seine Fotoarbeit „Selbstportrait“ in den neuen Räumen des Coworking Spaces und Kollektivs „the Stu“ in München aus. Dafür tauschte er die Kleidung von 100 verschiedenen Personen, Frauen und Männer mit seiner eigenen charakteristischen „Uniform“. So entstanden insgesamt 200 Portraits. 100 zeigen verschiedene Menschen, alle mit dem selben Freundschen Outfit. Auf den anderen 100 trägt Freund die Kleider des oder der jeweilig anderen.

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Simon Freund stellte mit dieser Ausstellung spannende Fragen: nach dem Wesen des Individuums, nach unserem Verlangen nach Individualität, nach Abgrenzung, nach unserem Wunsch dazuzugehören,  abzutauchen oder ein Statement zu setzen. Freund fragt, was tatsächlich nötig ist, um man selbst zu sein? „Ist es unsere Ausstrahlung und unser individueller Charakter, die keiner speziellen Kleidung bedürfen? Oder reicht die Kraft unserer Kleidung aus, ein Selbstportrait zu schaffen, das die Anwesenheit unserer Selbst gar nicht mehr benötigt?

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Sichtbar wird in den Fotografien auch, dass Frauen weitgehend bedenkenlos Männerkleidung tragen können. Warum aber machen sich Männer lächerlich, oder zumindest obsolet, wenn Sie Frauenkleider tragen? Klar ist, Kleidung, Accessoires, Schmuck, Haare, seit längerem auch Tattoos und Piercing setzen Zeichen. Doch was bei dem einen cool aussieht, erscheint beim anderen peinlich. Simon Freunds „charakteristische Uniform“ passt jedem. Siehe auch das Interview mit Simon Freund auf www.ignant.com sowie sein Profil auf Art Aurea.de

simonfreund.com

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