Ein Schmuckstück für Cranach

Drei Siegerinnen bei dem Wettbewerb der Kunststiftung Sachsen-Anhalt

Bettina Dittlmann, Beate Eismann und Svenja John sind die Gewinnerinnen des Wettbewerbs Beautiful Mind: Ein Schmuckstück für Cranach. Anlass war der 500. Geburtstag von Lucas Cranach des Jüngeren. Aus 146 Einsendungen hat die Jury 51 Arbeiten ausgewählt. Sie werden zeitgleich mit der Landesausstellung Lucas Cranach der Jüngere – Entdeckung eines Meisters vom 26. Juni bis 1. November 2015 im Lutherhaus Wittenberg zu sehen sein werden, anschließend im Schmuckmuseum Pforzheim.

Die Arbeiten der drei Siegerinnen Svenja John, Bettina Dittlmann und Beate Eismann. Foto Carina Linge.

Die Arbeiten der drei Siegerinnen Svenja John, Bettina Dittlmann und Beate Eismann. Foto Carina Linge.

Die SchmuckgestalterInnen sollten einen inhaltlichen und formalen Bezug zu Leben, Werk und Wirkungen des Renaissance-Malers und Porträtisten herstellen. Die Jury erklärte zu der mit dem 1. Preis (3000 Euro) ausgezeichneten Brosche von Bettina Dittlmann: „Die aus Eisen gefertigte, mit Granatsplittern besetzte und sparsam emaillierte Brosche ist ein mit höchster handwerklicher Perfektion gefertigtes Schmuckstück.“ Dittlmann habe die materielle und visuelle Kostbarkeit von Renaissanceschmuck eindrucksvoll in eine zeitgemäße künstlerische Formensprache übersetzt. Beate Eismann hat vier gemalte weibliche Halbfiguren mittels Rapid-Prototyping in Rotationskörper verwandelt: Bildnis einer Dame, Bildnis der Agnes von Hayn, Bildnis der einer Edelfrau (alle von Cranach d. J.) sowie Judith mit dem Haupt des Holofernes (von Cranach d. Ä.). Die Jury überzeugte der „unprätentiöse Verweis auf die Geistesgeschichte der Renaissance ebenso wie die formale und plastische Qualität der von einer zartgliedrigen Goldkette gehalten Formen.“ Der Halsschmuck wurde mit dem 2. Preis (2000 Euro) belohnt. Das Juryurteil für den Halsschmuck von Svenja John (3. Preis, 1.000 Euro) lautet: „Das von Svenja John mit großem technischen und handwerklichem Aufwand gestaltete Collier nimmt mit seiner Form und delikaten Farbigkeit Grundthemen des Renaissanceschmucks auf: Prächtigkeit und Repräsentation.“ Veranstaltet wurde der Wettbewerb von der Kunststiftung Sachsen-Anhalt in Zusammenarbeit mit der Stiftung Luthergedenkstätten.

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